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Webradio gründen: Schritt für Schritt zum eigenen Sender

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Ein eigenes Webradio ist schneller gestartet, als viele denken. Du brauchst eine Idee, die passenden Lizenzen, eine Sendesoftware und einen Streamserver. In diesem Ratgeber gehen wir die Schritte der Reihe nach durch.

1. Idee und Zielgruppe

Überlege Dir zuerst, wen Du erreichen willst. Ein Sender für eine bestimmte Musikrichtung, eine Region oder eine Community findet leichter Hörer als ein Programm für alle. Lege auch fest, wann Ihr live sendet und was in der übrigen Zeit läuft.

2. Rechtliches: Musiklizenzen und Rundfunkrecht

Musiklizenzen: Wenn Du Musik spielst, brauchst Du in Deutschland in der Regel Lizenzen der GEMA (für Komponisten und Texter) und der GVL (für Interpreten und Labels). Beide bieten eigene Tarife für Webradios an. Die Lizenzen holst Du als Sender selbst ein, ein Hosting-Paket enthält keine Musiklizenzen.

Rundfunkrecht: Ein bundesweit ausgerichtetes Internetradio braucht nach dem Medienstaatsvertrag keine Zulassung, wenn es im Durchschnitt von sechs Monaten weniger als 20.000 gleichzeitige Hörer erreicht (§ 54 MStV). Für regionale Sender gelten je nach Bundesland eigene, teils deutlich niedrigere Grenzen. Zuständig ist die Landesmedienanstalt Deines Bundeslandes. Dort kannst Du Dir die Zulassungsfreiheit auch bestätigen lassen.

Impressum: Deine Radio-Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, genau wie jede andere Website.

3. Technik im Studio

Für den Anfang reichen ein Rechner, ein gutes Mikrofon und ein Kopfhörer. Mit einem kleinen Mischpult oder Audio-Interface klingt es professioneller. Dazu kommt eine Sendesoftware, die Musik, Jingles und Mikrofon zusammenführt und den Stream an den Server schickt. Verbreitet sind zum Beispiel:

  • BUTT: kostenlos und einfach, ideal für Live-Sendungen
  • RadioBOSS und SAM Broadcaster: mit Playlisten, Jingles und Automatisierung
  • mAirList: beliebt bei Sendern mit mehreren Moderatoren

4. Streamserver: So kommt Dein Radio zu den Hörern

Die Sendesoftware schickt einen einzigen Stream an den Streamserver. Der verteilt ihn an alle Hörer gleichzeitig. Darauf solltest Du achten:

  • Hörer-Slots: wie viele Hörer gleichzeitig zuhören können
  • Codec und Bitrate: Opus und AAC klingen bei gleicher Bitrate besser als MP3. Mehr dazu im Ratgeber Codecs und Bitraten.
  • Shoutcast oder Icecast: Bei LexyHost musst Du Dich nicht entscheiden, LexyCast stellt Deinen Stream auf beiden bereit. Siehe Shoutcast oder Icecast.
  • SSL: Ein Stream über HTTPS läuft auch auf verschlüsselten Websites. Siehe SSL für Website und Stream.
  • AutoDJ: spielt Dein Programm weiter, wenn gerade niemand live ist.

Wie sich Moderatoren mit dem Server verbinden, erklärt der Ratgeber Als Moderator mit dem Streamserver verbinden.

5. Website und Community

Auf Deiner Radio-Website finden Hörer den Player, den Sendeplan und Infos zu Deinem Team. Ein Chat bindet Deine Hörer direkt in die Sendung ein: Sie schicken Grüße und Musikwünsche, während Du live bist. Für die Absprache im Team eignet sich ein TeamSpeak-Server.

6. Bekannt werden

Trag Deinen Sender in Radioverzeichnisse und Apps ein, zum Beispiel radio.de, TuneIn oder phonostar. Teile Deine Sendezeiten in sozialen Netzwerken und arbeite mit anderen Sendern oder Künstlern zusammen. Regelmäßige Live-Sendungen zu festen Zeiten binden Hörer am besten.

Das passende Paket

  • Radio-Hosting: Streamserver mit LexyCast und Webspace für Deine Radio-Website
  • Alles inklusive: Streamserver, Website, LexyChat für Deine Hörer und TeamSpeak für Dein Team
  • laut.fm-Hosting: wenn Du schon auf laut.fm sendest und eine eigene Website willst

Alle Server stehen in Deutschland. Bei Fragen zu Deinem Start hilft Dir unser Ticket-Support.


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